Nebenwirkungen von Medikamenten

Und ihre Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. lautet vorab: wie genau spürt ihr, was in eurem Körper vorgeht…

04. Juli 2008
Nebenwirkungen von Medikamenten

und ihre Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.

Meine Frage lautet vorab: wie genau spürt ihr, was in eurem Körper vorgeht, wenn ihr bestimmte Medikamente nehmen müsst?

Es gibt ja Tage, wo auch das beste Kraut nichts mehr hilft. Man kommt um ein bestimmtes Schmerzmittel nicht mehr herum, die Antibiotika müssen genommen werden.

Bei mir konnte ich Ende letzten Jahres etwas sehr merkwürdiges beobachten. Generell muss ich ein Schilddrüsenhormon nehmen. Und ich habe die Krankheit Depression. Um einen bestimmten Schmerz nicht länger aushalten zu müssen, nahm ich Ibuprofen. Über ca. 2 bis 3 Tage.

Um so verblüffter war ich, dass es mir so gut, wie noch nie ging. Als wäre die Depression wie fortgeblasen. Mmh. Konnte das angehen?

Ab Februar entschloss ich mich zur Hormonersatztherapie und die Depression verschwand ganz leise, so wie sie einst gekommen war.

Jetzt jedoch musste ich wieder Antibiotika nehmen. Nicht nur, dass ich unendlich müde wurde, Alkohol überhaupt nicht vertrug, habe ich heute wieder das Gefühl, als wolle sich die Depression einschleichen.

Ich will darauf hinaus, dass evtl. Antibiotika durchaus verantwortlich sein können, für einen überhöhten Serotoninabbau. Also mal ganz profan ausgedrückt: das Gehirn "verwuscheln".

Diese Schmerzmittel jedoch scheinen wiederum gut zu tun.

So, also Frage siehe oben - habt ihr auch solche Wechselwirkungen erlebt?
04. Juli 2008
@ love4eva

Hallo,

das Phänomen habe ich auch bei fast jeder Antibiotikabehandlung gehabt. Gerade zur Zeit muß ich wegen einer Gebärmutterentzündung eine 12tägige Behandlung ertragen.
Antibiotika (allerdings nicht alle) scheinen auf´s Gemüt zu drücken.
Wechselwirkungen kann es bei mir nicht geben, da ich zur Zeit nichts anderes einnehme.
Bei meinem Mann habe ich das auch schon zweimal erlebt.

Das einzige was wirklich ein wenig hilft, ist erstens das Wissen, woher die Mißstimmungen kommen und sich immer wann es möglich ist zu schonen und sich etwas schönes zu gönnen.
Besonders sinnvoll ist Lichttherapie. Ein Sonnenbad (am besten im lichten Halbschatten wegen dem drohenden Sonnenbrand) wirkt da Wunder. Ein gutes Buch, die Lieblingsmucke, ein Bad mit ätherischen Ölen (z.B. Mandarine, Litsea, Rose, Rosengeranie, Vanille, Sandelholz, Lavendel kann gern nach Belieben kombiniert werden) oder etwas anderes was dir Spaß macht, hilft auch.

vlg und ein schönes, sonniges We,
Tiamat
04. Juli 2008
Ja

ich habe mich tatsächlich geschont . . .Sonne gab es ja GottseiDank genügend und mich auch viel im Wasser bewegt, Freude gehabt.

Dann ist es ja gut . . .als Depressions-Kranker passt man ein wenig mehr auf, dass keine Störungen wieder aufkommen.

Dennoch empfinde ich es mehr als abenteuerlich, wie stark Antibiotika ins Gemüt eingreifen. Laut Arzt wirken sie ungefähr eine Woche noch nach.
04. Juli 2008

Stimmt Antibiotika schlagen unheimlich aufs Gemüt und wirken bis zu einer Woche noch nach
leider
hab ich auch immer wieder festgestellt
Ich versuch immer soweit als möglich um Medikamente rumzukommen
Manchmal geht es leider nicht
04. Juli 2008
Pfuiiiihhhh

. . .das ist doch zum Haare raufen *bananen*

stände das im Beipackzettel könnte man sich wenigstens darauf einstellen *umpf*
04. Juli 2008

Im Beipackzettel steht vieles aber auch vieles nicht
einfach weil danach nicht geschaut wird
04. Juli 2008
Leider

ist es so, daß meist in der Pharma- Forschung die Erprobung von Medikamenten an Männern vorgenommen wird. Die körperlichen und physischen Unterschiede von Mann und Frau werden auch heute noch nicht ausreichend berücksichtigt. Viele Medikamente wirken bei Frauen anders als bei Männern. (Ganz krass ist es in der Kinderheilkunde)

Vermutlich ist die medikamentös ausgelöste Depression hauptsächlich ein weibliches Problem. Der Hormonhaushalt ist ja doch ein gänzlichst anderer als beim Mann und auch wesentlich anfälliger für Störungen.

vlg Tiamat
04. Juli 2008
Zumal

die männliche Leber Medikamente noch ganz anders abbauen kann. ..es ist wirklich ein Unding, dass die Medizin immer noch nicht genügend darauf eingeht, dass Frauen niedrigere Dosen benötigen. Der weibliche Körper verträgt weniger Alkohol - eigentlich logisch, dass er auch auf Medikamente anders reagiert.

Von Kindern mal ganz abgesehen . . .
04. Juli 2008

Hallo Ihr Lieben,

leide auch noch ein wenig an Nebenwirkungen.
Normalerweise habe ich keine Berührungsängst mit Medikamenten. Durch meinen Herzfehler hat meine Mom mir von klein auf an beigebracht, dass ich diese und jene Medikamente nehmen muss und hat mich darauf trainiert auch im Notfall den Kram ohne Wasser zu schlucken (heute brauche ich deswegen keine Medikamente mehr, damals war das aber wohl sehr wichtig)

Als mein Hausarzt Ende letzen Jahren "viel zu hohe Cholesterinwerte" festgestellt hat, wußte ich, dass DAS ganz sicher nicht ernährungsbedingt war und habe schweren Herzens den Cholesterintabletten zugestimmt. Nach 30 Tagen waren wir alle zufrieden, der Cholesterinwert runter, ich völlig beschwerdefrei.... ich sollte die Tabletten aber weiter nehmen. Als wenn sich im Kopf ein Hebel umgelegt hat reagierte ich plötzlich... hab das aber nicht den Tabletten zugeschrieben....

*Bauchschmerzen, Durchfall so doll, dass ich nicht zur Arbeit konnte und ich befürchtet hab, ich hab mir den berüchtigten Virus eingefangen...

*Ich war launisch, biestig und schrecklich ungerecht

*menopausenähnliche Schweißausbrüche, trotz Pille!

*die Libido war kleiner gleich NULL

* als Sonnenanbeter bekam ich plötzlich nach 10 Minuten Halbschatten Pusteln am ganzen Körper...

DAS mit dem Hautausschlag hatte ich im Beipackzettel gelesen, fiel mir ein. Ich holte den Wisch also hervor und siehe da...

Bauchschmerzen, Durchfall und Hautausschlag war vermerkt, der Rest nicht... Hab mich dann mal in diversen Internetforen schlaugelesen und siehe da: Ich war nicht alein...
Also hab ich die Dinger in die Ecke geballert... dann lieber erhöhte Cholesterinwerte...

So ganz langsam erhole ich mich davon wieder... es ist schon erstaunlich, dass so kleine Dinger sich so bösartig auf den Körper auswirken können!!! Da geht doch eine Kosten-Nutzen-Rechnung gar nicht auf!
04. Juli 2008
Antibiotika...

... sind ein zweischneidiges Schwert.

Zum einen können sie Leben retten und bei schweren und/oder schmerzvollen Krankheiten schnell Linderung verschaffen.

Zum anderen machen sie auch einiges kaputt, wie der Name schon sagt anti - gegen bios - leben.
Sie zerstören die krankmachenden Bakterien, aber halt auch welche die wir brauchen. Das ist nur eine unangenehme Nebenwirkung.

Seit meiner Jugend kämpfe ich immer wieder mal mit einer Blasenentzündung, jedesmal versuche ich es mit pflanzlichen Mitteln, Bettruhe, Wärme, Tees, alles mögliche habe ich schon probiert.
Im Sommer sofort die nassen Badesachen aus und trockene an, im Winter "sexy" lange Unterhosen. Keine Chance.
Immer erwischt es mich so massiv, dass Blut kommt.
Unser Hausarzt ist Homöopath und Naturheilmediziner, er wehrt sich jedesmal Antibiotika zu verschreiben, doch es nützt nichts, das einzige was dann noch hilft sind Antibiotika.

Die Nebenwirkungen halten sich bei mir in Grenzen, aber ich verspüre in der Zeit und danach auch Stimmungsschwankungen und einige andere Dinge. Unser Hausarzt macht nach der Antibiotika Behandlung immer eine Ausleitung. Und dann geht es mir wieder gut.

@ ThinkPink, Kennst du das Märchen vom Cholesterin?
Ich habe mal gelesen, dass die Cholesterinwerte noch nicht so lange bestimmt werden, und dass die Grenzwerte früher viel höher waren.
Da hat die Pharmaindustrie den niedrigen Absatz an Cholesterinsenkern beklagt und schwups wurden die Grenzwerte nach unten korrigiert.

Also lieber ein bißchen höhere Werte, dafür gesund *zwinker*

Liebe Grüße

Andrea
04. Juli 2008
auch ich kenne dieses Phänomen

Als immer wieder depressiv habe ich mir bis jetzt eigentlich keine grossen Gedanken über Antibiotika und deren Wirkung auch die Psyche gemacht. Nun aber dieser Augenöffner!!! Ich hatte in meinem Leben schon unzählige Antibiotikabehandlungen wegen Blasenentzündungen, wegen Nebenhöhlenentzündungen, wegen wegen. Und habe nie einen Zusammenhang wahrgenommen, der zumindest als auslösendes Moment in Frage käme. Mittlerweile fühlt sich die Depression bei mir so heimisch, dass ich natürlich bei allem was meiner Gesundheit "zustösst" immer zuerst der Psyche die Schuld gebe. Dies ist ein wirklich interessanter Ansatz nicht nur für mich, sondern auch für meinen ältesten Sohn der in meine Fussstapfen tritt in Bezug auf Antiobiotika. Da kann ich ein Auge darauf halten, wenn sich in seiner Psyche Veränderungen ergeben.
Herzlichen Dank und ich freue mich weiterhin über so aufschlussreiche Neuigkeiten.
Liebe Grüsse
Yvonne
04. Juli 2008
na da bin ich ja froh ....

Ich habe vor ein paar Wochen auch ein Antibiothika nehmen müssen und habe schon am mir selbst gezweifelt. Ich hatte Stimmungsschwankungen noch und noch ... dachte schon ... jetzt gehts los mit den Wechseljahren - smile.

Von einer Sekunde zur Anderen vom Himmel-Hoch-Jauchzend zum Heulanfall. Habe vorsichtshalber meinen Junior dann für 2 Tage zu Oma gebracht, weil es so schlimm war. Im Beipackzettel war jedoch nichts von Stimmungsschwankungen aufgeführt oder gar Depressionen, was ich sicher hatte. Man kennt sich ja auch ein wenig, klar zu bestimmten Tagen im Monat kenne ich das auch, aber nicht so wie ich es gehabt habe.

Jetzt weiß ich wenigstens, dass alles noch im grünen Bereich ist.

sonnige Grüße
Verchiel
04. Juli 2008

Interessant finde ich auch die Tatsache, dass bei einer Behandlung mit AB zwar eine Besserung eintritt, aber in der Folge oftmals nach zwei Wochen ein umso schwererer Rückfall folgt. Ein Umstand, auf den bislang kein schulmedizinischer Arzt in meinem Umfeld hingewiesen hätte.

Zum einen können sie Leben retten und bei schweren und/oder schmerzvollen Krankheiten schnell Linderung verschaffen.

In der Tat steht das schnell Linderung verschaffen im Vordergrund. Aber manchmal ist das in Ruhe ausheilen lassen einfach der bessere Weg...
04. Juli 2008

Hmmm, ich weiß nicht, ob man das hier darf, aber es wäre doch mal interessant zu wissen, WELCHE Antibiotika ihr genommen habt!!! Vielleicht kann man da mal Vergleiche ziehen oder beim nächsten Mal hergehen und sagen: Neee, die will ich nicht, die machen depressiv!!!

Ich mach mal den Anfang: bei Blasenentzündung krieg ich immer KEPINOL

Wobei ich gestehen muss, dass bei mir aufgrund von AB noch keine Depressionen aufgetreten sind...
04. Juli 2008

Ich habe jetzt zweimal bei Blasenentzündung Ciprofloxacin bekommen. Mit den bei mir üblichen Nebenwirkungen wie schlechte Laune, etwas Magenschmerzen und einem Vaginalpilz.

Allerdings habe ich auch schon mal im Urlaub in Italien ein AB bekommen, dass wahnsinnig schnell geholfen hat und ich keinerlei Nebenwirkung verspürt habe, leider wieß ich nicht mehr wie es hieß.

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